Zustandsbericht der Kläranlage hier: Sanierungsbedarf, zukünftige Maßnahmen und Genehmigungsstand, inkl. Rundgang auf der Kläranlage
✦ KI-Zusammenfassung
Die Mitteilungsvorlage 2012/0151 der Fachdienste 65 bietet einen Zustandsbericht zur Infrastruktur des Abwasserbetriebs in Hamminkeln. Der Fokus liegt auf dem Sanierungsbedarf der Betonbauwerke der Zentralkläranlage sowie auf den technischen Eckdaten des Abwasserentsorgungssystems.
Die Zentralkläranlage versorgt die Ortsteile Brünen, Dingden, Hamminkeln, Loikum, Mehrhoog, Ringenberg und Wertherbruch mit einer Kapazität von 55.000 Einwohnergleichwerten. Ergänzend dazu dient die Kläranlage Marienthal der Entsorgung von Abwasser aus Marienthal und dem Gebiet Havelich. Das Kanalnetz umfasst 123 Kilometer Freispiegelkanäle, 270 Pumpwerke der Druckentwässerung sowie verschiedene Abwasserbetriebspunkte und Transportdruckleitungen. Für Grundstücke ohne Anschluss an das Kanalnetz wird ein „Rollender Kanal“ zur Entsorgung von Schlamm aus Kleinkläranlagen und Abwasser aus abflusslosen Gruben genutzt.
Für die Sanierung der Betonbauwerke an der Zentralkläranlage wurde durch ein Ingenieurbüro eine Kostenschätzung erstellt. Die kalkulierten Kosten umfassen die Sanierung des Einlaufs, der Rechenrinne, des Sandfangs und der Venturizinne (ca. 190.000 €), der Silos 1 und 2 (ca. 300.000 €) sowie der Nachklärbecken und Denibecken (insgesamt ca. 345.000 €). Die Arbeiten sollen über mehrere Jahre verteilt werden, um den Anlagenbetrieb aufrechtzuerhalten. Hinsichtlich der Problematik von Mikroschadstoffen im Abwasser wird festgehalten, dass eine Ertüchtigung der kommunalen Kläranlagen in Hamminkeln derzeit nicht erforderlich ist.
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