Sichere Versorgungsstrukturen im Kreis Wesel hier: Quartiersentwicklung als Instrument zur Gestaltung seniorengerechter Wohnumfelder
✦ KI-Zusammenfassung
Die Beschlussvorlage 2014/0142 der Fachdienste 50 befasst sich mit der Quartiersentwicklung als Instrument zur Gestaltung seniorengerechter Wohnumfelder im Kontext der sich verändernden Versorgungsstrukturen im Kreis Wesel. Basierend auf dem „Pflegereport 2030“ der Bertelsmannstiftung wird für den Kreis Wesel bis zum Jahr 2030 ein Anstieg der Pflegebedürftigen um 43 % prognostiziert. Dies geht einher mit einem steigenden Bedarf an ambulanter sowie vollstationärer Pflege und einer Zunahme der Kosten für Sozialhilfe und Pflegewohngeld. Für Hamminkeln wird eine Steigerung der Kosten im Bereich der vollstationären Pflege von 1,15 Millionen Euro auf 3,74 Millionen Euro erwartet.
Um dem steigenden Bedarf zu begegnen, verfolgt der Sozialausschuss des Kreises Wesel den Grundsatz „ambulant vor stationär“. Ein zentrales Handlungsfeld ist dabei die Quartiersentwicklung, welche die systematische Gestaltung des nahen Lebensumfeldes älterer Menschen zum Ziel hat. Die Verwaltung Hamminkeln beurteilt die Übernahme dieses Prozesses für Teile des Stadtgebietes positiv, da bereits Strukturen wie die Nachbarschaftsberatung existieren und das Vorhaben mit dem kommunalen Leitbild zur Förderung altersgerechten Wohnens korrespondiert. Vorbereitende Untersuchungen zur Identifikation geeigneter Wohnquartiere wurden bereits durchgeführt.
Der Ausschuss für Soziales, Generationen, Bildung und Sport hat der Verwaltung beauftragt, weitere Grundlagen für einen Einstieg in die Quartiersentwicklung zu erarbeiten. Dies schließt eine Einschätzung der erforderlichen personellen und materiellen Ressourcen ein, wobei die wirtschaftliche Darstellbarkeit der Maßnahmen im Vordergrund steht.
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