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Beschlussvorlage

Klärschlammentsorgung hier: Sachstand

2019/0186 27.11.2019

⚪ Beratungsfolge abgeschlossen kein expliziter Beschluss notiert

✦ KI-Zusammenfassung

Die Stadt Hamminkeln und der Emscherbruch-Service (ESB) haben im Rahmen einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zur Stadtentwässerung eine Machbarkeitsstudie zur Klärschlammtrocknung auf dem Gelände der Kläranlage Bocholt abgeschlossen. Die Studie untersuchte technische, energetische und wirtschaftliche Aspekte für den Bau einer Trocknungsanlage, um die Entsorgung von Klärschlämmen zu optimieren und Transportwege zu reduzieren.

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass die Kläranlage Bocholt infrastrukturell geeignete Voraussetzungen bietet und technisch ein Rührwerkstrockner gegenüber anderen Verfahren vorzuziehen wäre. Für die thermische Energieversorgung kämen entweder eine Erdgas-Heizkesselanlage oder ein kombiniertes System aus Wärmepumpe und Blockheizkraftwerk in Betracht. Dennoch muss für den Betrieb weiterhin eine erhebliche Menge an Erdgas zugekauft werden.

Wirtschaftlich betrachtet ist die Nachfrage nach getrocknetem Klärschlamm derzeit gering, da Entsorgungsanlagen für die Verbrennung entwässerten Klärschlamm bevorzugen. Die Kosten für die Vorleistung der Trocknung können am Markt aktuell nicht gedeckt werden. Aufgrund des hohen wirtschaftlichen Risikos und der geschätzten Investitionskosten von 3,5 Millionen Euro haben die Stadt Hamminkeln und der ESB entschieden, vom Bau einer Trocknungsanlage zum jetzigen Zeitpunkt abzusehen. Die Verwaltung wird die technischen Entwicklungen sowie die Kapazitäten regionaler Verbrennungsanlagen weiterhin beobachten.

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